Wissenschaft & Gesundheit
Selbst zwei Zigaretten pro Tag erhöhen die Sterblichkeitswahrscheinlichkeit
Es gibt kein sicheres Maß an Tabakkonsum. Dies hat eine Analyse der Daten von mehr als 320.000 Erwachsenen gezeigt, die über einen Zeitraum von 20 Jahren beobachtet wurden.
Die Wissenschaftler untersuchten, wie sich die Anzahl der gerauchten Zigaretten und die Dauer der Entwöhnung auf das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall, Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen und Tod auswirken. Das Ergebnis:
- Menschen, die nur 2 bis 5 Zigaretten pro Tag rauchten, hatten ein um 50 % höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und ein um 60 % höheres Sterberisiko.
- Das Rauchen von 11 bis 15 Zigaretten pro Tag erhöhte das Risiko für Herzerkrankungen bereits um 84 % und verdoppelte das Sterberisiko.
Der Verzicht auf das Rauchen senkte das Krankheitsrisiko. Um jedoch das Niveau von Menschen zu erreichen, die nie geraucht haben, kann es 30 bis 40 Jahre völliger Abstinenz erfordern.
Daher schützt eine Verringerung der Anzahl der gerauchten Zigaretten nicht – es ist wichtig, das Rauchen vollständig aufzugeben, und zwar so früh wie möglich.
Medizinische Forschung
Menschen mit roten Haaren müssen vorsichtiger mit Wunden umgehen
Wissenschaftler der Universität Edinburgh haben gezeigt, dass Menschen mit einer Funktionsstörung des Proteins MC1R schlechter heilen.
Bemerkenswert ist, dass genau dieses Gen für die rote Haarfarbe verantwortlich ist.
Chronische Wunden (z. B. bei Diabetes oder Dekubitus) gehen mit einer lang anhaltenden Entzündung einher, die die Heilung behindert. Die Wissenschaftler analysierten die Daten der RNA-Sequenzierung (Bestimmung der Sequenz aller RNA-Moleküle im Biomaterial) und führten Experimente an menschlichen Zellkulturen und Tieren durch. Es stellte sich heraus, dass eine Störung der Funktion des MC1R-Proteins eines der Faktoren für eine schlechte Wundheilung ist.
Bemerkenswert ist, dass MC1R bei Menschen mit dunklem Haar normal funktioniert, bei Blonden teilweise und bei Rothaarigen fast vollständig ausgeschaltet ist. Experimente an Mäusen bestätigten diesen Zusammenhang. Innerhalb einer Woche heilten die experimentellen Wunden bei Tieren mit rotem Fell zu 73 % und bei schwarzen Tieren zu 93 %. Bei Rothaarigen wurde auch eine erhöhte Bildung von neutrophilen Netzen (NETs) beobachtet – Strukturen, die Entzündungen verstärken.
Die Wissenschaftler testeten auch ein lokales Präparat, das das Protein MC1R aktiviert. Es ermöglichte eine deutliche Beschleunigung der Hautregeneration und eine Verringerung der Narbenbildung.
Ernährung & Fitness
Studie untersucht Schwarzkümmel und dessen Eigenschaften
Laut einer in der Zeitschrift Food Science & Nutrition veröffentlichten Studie kann der Extrakt aus den Samen des Schwarzkümmels (Nigella sativa) die Aktivität bestimmter Gene beeinflussen und das Lipidprofil unterstützen. Hinweis: Diese Informationen stellen keine medizinische Beratung dar.
In Laborexperimenten und einer randomisierten Studie mit Menschen wurden verschiedene Effekte beobachtet. In den Zellversuchen wurde eine Reduktion der Fettansammlung um 10,9 % bzw. 40,6 % bei Konzentrationen von 80 bzw. 120 µg/ml festgestellt. Die Ergebnisse können individuell variieren.
Eine Studie mit Freiwilligen hat folgende Beobachtungen gemacht (Einnahme von 5 g Schwarzkümmelpulver über acht Wochen):
- mögliche Unterstützung des Lipidprofils;
- Veränderungen beim Gesamtcholesterinspiegel und LDL-Cholesterin wurden beobachtet;
- Veränderungen beim HDL-Cholesterin („gutes" Cholesterin) wurden festgestellt.
Wichtig: Diese Informationen basieren auf wissenschaftlichen Studien und ersetzen keine medizinische Beratung. Konsultieren Sie vor der Anwendung einen Arzt.
Ernährung & Wohlbefinden
Studie untersucht Beeren, Kakao und Zitrusfrüchte
Laut einer Übersichtsarbeit in der Fachzeitschrift Nutrition Reviews können Flavonoide und andere Antioxidantien, die in Kakao, Zitrusfrüchten und Beeren enthalten sind, bestimmte Signalwege im Gehirn beeinflussen. Hinweis: Diese Informationen ersetzen keine medizinische Behandlung.
Forscher der Universität Reading haben eine systematische Übersicht über 38 experimentelle Arbeiten mit fast 2000 Teilnehmern erstellt. Die Wissenschaftler stellten fest, dass beim regelmäßigen Verzehr von Heidelbeeren, Kirschen, Zitrusfrüchten, Kakao, grünem Tee und Nüssen bestimmte Effekte beobachtet wurden.
Die Autoren vermuten, dass dieser Effekt damit zusammenhängen könnte, dass Flavonoide in das Gehirn eindringen und den Spiegel der Neurotransmitter beeinflussen können.
Wichtiger Hinweis: Die beschriebenen Effekte können individuell stark variieren und ersetzen keine professionelle medizinische Behandlung bei psychischen Erkrankungen. Bei Angstzuständen oder anderen psychischen Problemen konsultieren Sie bitte einen Arzt oder Therapeuten.